Wirtschaftsorientiert und praxisnah: Zwei Jahre Netzwerk Digital

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren startete das „Netzwerk Digital“ mit seiner ersten Veranstaltung im Hotel Corinthia. Aus Anlass des zweiten Geburtstages trafen sich Partner und Unterstützer am 17. Februar virtuell, um die vergangenen Aktivitäten Revue passieren zu lassen und sich über zukünftige Projekte und Themen auszutauschen.

Das Netzwerk Digital war Anfang 2019 von fünf Wirtschaftsorganisationen deutschsprachiger Länder in Ungarn gegründet worden. Sie für künftige Herausforderungen sensibilisieren, die sich für die Unternehmen aus der Digitalisierung ergeben, Plattformen für den Erfahrungsaustausch schaffen, sowie Expertenwissen und praktische Lösungsansätze vermitteln. Völlig einig waren sich alle Teilnehmer des Jubiläumstreffens, dass Digitalisierung von existentieller Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der europäischen Volkswirtschaften insgesamt sei. Gabriel A. Brennauer, Geschäftsführer der DUIHK, fügte jedoch klärend hinzu, dass es das Ziel der Initiative sei, „den Unternehmen konkrete Informationen zu bieten, die für den Alltag unserer Firmen nützlich sind.“

Nach vielen Präsenz-Veranstaltungen im Jahr 2019 konnte das Netzwerk seine Aktivitäten fast ausschließlich online – also digital fortführen. Marie-Theres Thiell sagte für das Netzwerk: „Obwohl es mit fünf Partnern organisatorisch oft herausfordernd ist, haben wir immer eine gemeinsame Lösung gefunden. Aus dem letzten Jahr sei ist etwas Wertvolles entstanden, das Netzwerk konnte weiterhin wachsen und nützliche digitale Veranstaltungen abhalten.“

Wie breit das Interesse an dem Thema ist, zeigt auch die Liste der namhaften Unterstützer der Initiative. Die Botschafter aller drei „D-A-CH“-Länder ließen es sich nicht nehmen, persönlich (besser virtuell-persönlich) zu den Teilnehmern zu sprechen. Österreichs Botschafter Dr. Alexander Grubmayr betonte, dass Digitalisierung auch eine der Prioritäten des österreichischen EU-Vorsitzes in der zweiten Hälfte 2018 gewesen sei, und dass er in diesem Sinne die Haltung seiner Vorgängerin fortsetzen werde, das Netzwerk Digital bei seinen Zielsetzungen zu unterstützen, denn, so der Botschafter: „Netzwerk Digital ist wertvoll und seine Ziele sind praxisrelevant und bedeutend für Budapest und ungarische Wirtschaftskooperationen.“

Auch Deutschlands Botschafter Johannes Haindl wies in seinem Beitrag darauf hin, dass Digitalisierung eines der Mittel sei, „mit dem wir nach der Pandemie die Wirtschaft wieder in Gang bringen können.“

Der Botschafter der Schweiz, Jean-François Paroz, erklärte schließlich, dass Digitalisierung eine Priorität der Schweizer außenpolitischen Strategie bis 2024 sei. „Ich finde Netzwerk Digital eine fantastische Initiative; wir werden das Netzwerk dort, wo möglich, unterstützen und sind sehr froh, dass die Swisscham hier so engagiert ist.“

Für das Jahr 2021 kristallisierten sich in dem Online-Gespräch vor allem die Themen e-Government, Online-Rechnungen und e-Health, also die Digitalisierung im Gesundheitswesen heraus. Dies werde z.B. laut Präsident Arne Gobert auch ein Thema einer DWC-Veranstaltung im Rahmen des Netzwerks sein.

Intensivieren will das Netzwerk seine Zusammenarbeit in diesem Jahr zum Beispiel mit dem Goethe-Institut Budapest sowie mit dem Fraunhofer Institut in Österreich, das auch eng mit einem anderen Unterstützer des ND, dem SZTAKI-Institut in Budapest, kooperiert. Weitere Unterstützer sind übrigens mehrere Hochschuleinrichtungen in Budapest, das Ministerium für Innovation und Technologie oder die ungarische Nationale Plattform „Industrie 4.0“.

Wie stark sich alle Beteiligten für das Thema Digitalisierung engagieren, brachte der Leiter von Advantage Austria, Jürgen Schreder, so zum Ausdruck: „Ich war von der ersten Minute mit Begeisterung dabei und die Begeisterung steigt mit jeder Veranstaltung.“ Entsprechend bedankte er sich wie viele andere vor ihm bei den vier Partnern und den Unterstützern für eine sehr intensive und hervorragende Zusammenarbeit im letzten Jahr.

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