Die moderne Wirtschaft wird auf die Digitalisierung gebaut

Der Ungarische Bankenverband hat Vorschläge zur Digitalisierung und Bargeldabschaffung vorgelegt. Laut András Becsei, Präsident des Vereins könnten dadurch Mehrkosten in der Höhe von 400 bis 500 Milliarden Forint in der Gesellschaft eingespart werden.

Laut András Becsei bestand der Ausgangspunkt des aktuellen Vorschlags darin, dass sie die Vorteile, Effizienzverbesserungen und sogar die Beschleunigung von Bankangelegenheiten bewertet haben, falls die Digitalisierung wesentlich mehr verbreitet wäre. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass die Digitalisierung von einer Reihe von bürokratischen Hindernissen verlangsamt wird, deswegen wird die noch wirksamere Nutzung des Potentials der elektronischen Verwaltung betrieben. Wenn immer mehr Vorgänge im digitalen Raum bearbeitet werden, ist es auch zweckmäßig die Elektronisierung des Bezahlvorgangs. Hier wird die Bargeldabschaffung wichtig.

Welche Vorteile hat es?

Experten schätzen die zusätzlichen sozialen Kosten von übermäßigem Bargeld auf 450 bis 500 Milliarden Forint pro Jahr. Das heißt, es kostet einen Bürger 50.000 Forint pro Jahr, dass wir eine veraltete Zahlungsart benutzten. Nur ein kleiner Teil dieses Betrags sind die Kosten für die Herstellung, den Transport und den Ersatz der Banknoten, und die Steuerverluste aufgrund der bargeldbasierten grauen Wirtschaft machen einen größeren Betrag aus.

Steht schon eine elektronische Zahlungsinfrastruktur zur Verfügung?

Die Bedingungen sind sehr gut. In Ungarn ist das Bezahlen mit kontaktlosen Karten aufgrund der Entwicklung der Banken viel einfacher als beispielweise in Österreich oder Deutschland. Das vom Finanzministerium gestartete und unterstützte Programm zur Förderung von POS-Geräten ermöglichte es Händlern, ein Karten-Terminal zu äußerst niedrigen Kosten zu beantragen. Im kommenden März wird in Ungarn – auf weltweit einzigartige Weise – das Sofortzahlungssystem eingeführt. Wir haben also gute Chancen auf eine Bargeldabschaffung. Aus diesem Grund empfehlen wir, dass neben Online-Registrierkassen über bestimmte Umsätze die Möglichkeit zur elektronischen Bezahlung obligatorisch sei. Darüber hinaus wollen wir das aktuelle Bargeldlimit von 1,5 Mio. Forint für Zahlungen zwischen Unternehmen senken und ausweiten.

Sie können den vollständigen Artikel in der Ausgabe 29. November 2019 der Wirtschaftszeitschrift Világgazdaság lesen.

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