Ungarn bestens aufgestellt für eine erfolgreiche Zukunft

Experte Kim Larsen spricht im Interview mit der Budapester Zeitung über das hohe Niveau der ungarischen Netze und Ingenieure.

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    Kim Larsen, Chief Technology & IT Officer der Magyar Telekom: „Die Diskussionen mit unseren Ingenieuren sind hochqualitativ. Sie wissen, wovon sie reden und sind mit Leidenschaft und Commitment dabei.“

Anfang des Jahres hat der Däne Kim Larsen die Position des Chief Technology & IT Officer der Magyar Telekom vom Österreicher Walter Goldenits übernommen. In seinem Antrittsinterview für die Budapester Zeitung betonte Larsen das hohe Niveau der ungarischen Netze und seiner Ingenieurskollegen vor Ort.

Ursprünglich ist der heutige Chief Technology und Innovation Officer der Magyar Telekom ein Mann der Wissenschaft. Er hat Physik und Mathematik studiert und auch seinen PHD auf dem Gebiet der Physik erworben. Nach seinem Studium schlug er zunächst eine akademische Laufbahn ein. Erst war er als Postdoc-Forscher einige Jahre in Belgien und danach in Italien tätig. Ende der 90er Jahre fand er den Weg in die Wirtschaft: drei Jahre lang war er für Philipps Research im niederländischen Eindhoven tätig. Schließlich begann er im ebenfalls niederländischen Den Haag für eine „Greenfield“ Mobil-Firma zu arbeiten, die schließlich von der Deutschen Telekom übernommen wurde.

Die Wirtschaftlichkeit im Visier

Seine Tätigkeit änderte sich dadurch nur wenig. Er beschäftigte sich weiterhin vor allem damit, die Wirtschaftlichkeit von neuen Technologien und geplanten Projekten zu untersuchen. Außerdem unterstützte er die Technologie-Strategie seiner Firma. Dabei ging es auch um die Planung zukünftiger Netze und entsprechende ökonomische Modelle. „Meine Tätigkeit kreiste immer um die Frage, was kann man mit einer gegebenen Technologie tun und wie kann man daraus ein wirtschaftlich funktionierendes Geschäftsmodell entwickeln“, erklärt Larsen. Auf Grund des hohen Stellenwertes seiner Untersuchungen für die Bonner DT-Zentrale stand er in regelmäßigem Kontakt mit den nationalen Telekom Businessbereichen. Je mehr noch: „Seit 2004 war ich in alle wichtigen Mergers & Acquisitions der Deutschen Telekom involviert.“

2012 verließ er die Deutsche Telekom und wechselte zur Qtel (später Ooredoo) nach Katar. Im Anschluss war er anderthalb Jahr in Birma tätig. 2014 kam er als Senior Vice President for Technology Strategy and Economics wieder zur DT-Gruppe. Neben seinen bisherigen Themenbereichen begann er sich nach seiner Rückkehr zur Gruppe speziell mit den Themen 5G zu beschäftigen und dabei unter anderem zu untersuchen, wie die durch die 5G-Technologie entstehenden neuen Möglichkeiten auf ökonomische Weise genutzt werden können und welche neuen Geschäftsmodelle sich daraus ergeben können.

Künstliche Intelligenz sorgt für effizienteres Fehlermanagement

Ein weiteres Gebiet, mit dem er sich intensiver auseinander zu setzen begann, war das Thema künstliche Intelligenz (AI) und lernende Maschinen. Dabei geht es nicht nur um theoretische Aspekte, sondern ganz konkret um zukünftige Einsatzmöglichkeiten in der Praxis. Seiner Meinung nach könnten künstliche Intelligenz und lernfähige Systeme unter anderem mit dazu beitragen, die immer größere Komplexität von Netzwerken zu managen. So könne mit AI beispielsweise bei Netzwerk-Unregelmäßigkeiten viel schneller herausbekommen werden, welche davon wirklich kritisch sind und welche Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen. „Dabei geht es nicht primär darum, Personal einzusparen, sondern vor allem darum, eine deutlich höhere Qualität und Effizienz zu erzielen, um letztlich das Kundenerlebnis und deren Zufriedenheit zu erhöhen“, unterstreicht Larsen.

(Quelle: Budapester Zeitung, 8. November 2017)

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